"Jedes einzelne Buch hat eine Seele. Die Seele dessen, der es geschrieben hat und die Seelen derer, die es gelesen und erlebt und von ihm geträumt haben."

Montag, 4. Oktober 2010

Plötzlich Shakespeare - David Safier


Plötzlich Shakespeare - David Safier

Wenn Mann und Frau sich das Leben teilen, ist das ja schon schwierig. Aber wenn Mann und Frau sich auch noch ein und denselben Körper teilen müssen, dann ist das Chaos perfekt!
Die liebeskranke Rosa wird per Hypnose in ein früheres Leben veretzt, in den Körper eines Mannes, der sich gerade duelliert. Wir schreiben das Jahr 1594, und der Mann heißt William Shakepeare. Rosa darf erst wieder zurück in die Gegenwart, wenn sie herausgefunden hat, was die wahre Liebe ist. Keine einfache Aufgabe: Sie muss sich als Mann im London des 16. Jahrhunderts nicht nur mit liebestollen Verehrerinnen rumschlagen, sondern auch mit Shakespeare selber, der nicht begeistert ist, dass eine Frau seinen Körper kontrolliert. Und während sich die beiden in ihrem gemeinsamen Körper kabbeln, entwickelt sich zwischen ihnen die merkwürdigste Lovestory der Weltgeschichte.

FAZIT: Wie bis jetzt jedes Buch von David Safier hat mich auch "Plötzlich Shakespeare" wieder überzeugt. Eine literarische Meisterleistung ist es sicherlich nicht, und doch ist es wundervoll ironisch geschrieben, mit einer lustigen Idee und Gesprächen zum Schmunzeln. Am Ende vielleicht sogar ein bisschen zu "Liebesklischeehaft" aber im Großen und Ganzen doch ein sehr zu empfehlendes Buch für zwischendurch.

4 Sterne

Donnerstag, 16. September 2010

"Senk ju vor träwelling" - Mark Spörrle, Lutz Schumacher


"Senk ju vor träwelling" - Mark Spörrle, Lutz Schumacher

Bahnfahren - das letzte große Abenteuer in unserem Land. Und eines mit ungewissem Ausgang. Die Autoren haben sich schätzungsweise mehr als die Hälfte ihres 40-jährigen Lebens auf überfüllten Bahnhöfen mit Fahrkartenverkäufern (automatisch und menschlich), wirren Durchsagen und nach einem geheimen Plan falsch einfahrenden Zügen herumgeschlagen. Sie haben Tage in stehen gebliebenen Zügen verbracht (vorzugsweise auf feier Strecke bei brütender Hitze) und sie mussten mehrfach in vom Personal aufgegebenen - oder nie in Betrieb genommenen ICE-Bordrestaurants mit ausgehungerten Mitreisenden um das letzte trockene Brötchen kämpen. Jetzt verraten sie, wie Sie mit der Bahn fahren und tortzdem ans Ziel kommen - vielleicht..

FAZIT: Ein mit sehr viel Ironie und Sarkasmus gestaltetes Buch über das Fahren mit der Deutschen Bahn. Es stellt in sehr übertriebener Weise dar, wie man mit der Bahn fährt und auch am Zielbahnhof ankommt. Überlebens- sowie Notfallpläne, verschiedene Bahnmitarbeitertypen und die einzelen Situationen werden vorgestellt und Schutzmaßnahmen werden angewarnt. Natürlich alles nur Klischee - jedenfalls für diejenige, die noch nie mit der Deutschen Bahn gefahren sind ;)
Unterhaltsam auf langen Bahnreisen. Aber wenn die Schaffner kommen - das Buch lieber wieder wegstecken.

3 Sterne

Sonst noch Fragen? - Ranga Yogeshwar


Sonst noch Fragen? - Ranga Yogeshwar

Warum funkeln Sterne? Wieso bekommt man Gänsehaut? Was passiert beim Niesen? Seit vielen Jahren erforscht Ranga Yogeshwar in Sendungen wie Kopfball, Quarks & Co., Die Show der Naturwunder und Wissen vor 8 die Wunder der Welt. In diesem Buch beantwortet er 108 spannende und unterhaltsame Fragen aus allen Bereichen unseres Lebens - darunter, warum Frauen so oft kalte Füße haben.

FAZIT: Damit wäre eigentlich auch schon alles gesagt. Der sympathische Diplom-Physiker Ranga Yogeshwar, den man schon aus diversen Sendungen des Deutschen Fernsehens kennt, beantwortet interessante Fragen rund um den Alltag. Mit Skizzen und anschaulichen Erklärungen sind die Antworten leicht verständlich, lassen aber doch den Physiker erkennen. Für alle die sich jeden Tag neu über die Welt und ihre kleinen Wunder freuen können und deshalb auch gerne wissen wollen, wie das eigentlich so alles funktioniert.

3 Sterne

Onkel Montagues Schauergeschichten - Chris Priestley


Onkel Montagues Schauergeschichten - Chris Priestley

Nach Einbruch der Nacht würde es dir hier nicht gefallen..


FAZIT: Ein schön gemachtes Buch mit ungewöhnlichen Geschichten, bei denen es einem manchmal wirklich ein bisschen gruselt. Etwas abstrakte Zeichnungen runden das Buch ab und lassen viel Raum für Interpretationen. Das Ende ist sehr überraschend und lässt sich ganz und gar nicht vom Verlauf der Geschichte ableiten. Viel lässt sich zu dem Buch nicht sagen, hauptsächlich für Jugendliche geschrieben, aber auch von Älteren lesbar. Als kleine Bettlektüre zu empfehlen.

4 Sterne

Mittwoch, 1. September 2010

Der Scherbensammler - Monika Feth


Der Scherbensammler - Monika Feth

Mina findet sich ohne jegliche Erinnerung neben der Leiche ihres Vaters wieder. Alles deutet darauf hin, dass sie ihn ermordet hat. Jette aber glaubt fest an die Unschuld der neuen Freundin und versteckt sie vor der Polizei. Nach und nach jedoch entdeckt sie beängstigende Seiten an Mina. Ihr wird klar, dass sie gar nicht weiß, wer das Mädchen wirklich ist. Und sie gerät in tödliche Gefahr.

Fazit: Kritiker der Bücher von Monika Feth würden hier anführen, dass dieses Buch aufgebaut ist, wie die beiden davor (und das, das danach kommt ebenfalls) und nur ein anderes Thema hat. Das ist auch vollkommen richtig, doch finde ich, macht gerade das den Reiz dieser Bücher aus. Es betont das Thema mit dem das jeweilige Buch sich beschäftigt. Außerdem sind die Thriller für Jugendliche dann einfacher zu lesen.
In diesem Buch geht es um dissoziative Identitätsstörungen. Mina ist eine Multiple und versucht herauszufinden, ob sie ihren Vater umgebracht hat oder was die Erinnerungslücke sonst für sie bereit hält. Monika Feth schafft es auch hier wieder das Thema präzise heraus zu arbeiten und lässt eine sehr gute Recherchearbeit erkennen, durch die der Leser diese Krankheit kennenlernt. Außerdem lässt Monika Feth ein Interesse im Leser aufkommen, durch welches man sich auch nach Beendung der Lektüre weiter über das Thema informieren will. Wie die anderen Bücher von ihr, sehr zu empfehlen!

4 Sterne

Mittwoch, 25. August 2010

Der Gesandte des Papstes - Christoph Lode


Der Gesandte des Papstes - Christoph Lode

Im Jahr 1303 reist der todkranke Ritter Raoul von Bazerat im Auftrag des Papstes nach Jerusalem, im Gepäck ein altes Manuskript, das den Weg zum legendären Stab des heiligen Aononius weisen soll. Doch seine Reise ist mehr als eine harmlose Pilgerfahrt; Raoul findet sich bald im Zentrum von Intrigen und Machtkämpfen wieder. Auf der Flucht vor päpstlichen Handlangern und den Söldnern von Sultan an-Nasir schließt sich ihm die geheimnisvolle Ägypterin Jada an - und sie ist die Einzige, die ihm die Wahrheit über den mysteriösen Stab des Antonius offenbaren kann. 

FAZIT: Ein Buch, das zwar einige Überraschungen bereit hält, aber leider nicht zu den richtig Guten der Historischen Romane zählen kann. Der Schreibstil erinnert ein an Karl May, nur mit ein bisschen (viel) mehr Blut. Christoph Lode hat viel über die damaligen Lebensverhältnisse, Sitten und geschichtlichen Fakten recherchiert, weswegen das Buch an Authenzität gewinnt. Teilweise hat der Autor zu viel Fantasy einfließen lassen, was der Entwicklung des Buches nicht gut tut, wobei das Ende am meisten überrascht.
Etwas störend sind die Übergänge der Perspektivenwechsel, da der Leser manchmal nicht weiß, bei welcher Person er sich jetzt befindet, was es manchmal auch etwas unlogisch erscheinen lässt.
Als gelungen kann man die Ausführung der einzelnen Nebengeschichten der jeweiligen Figuren anführen, die alle einen eigenen, egoistischen Grund haben an das Zepter zu kommen.
Meiner Meinung nach ein Buch, das sich zwischen den Massen von Histos nicht wirklich durchsetzen kann.

3 Sterne

Sonntag, 22. August 2010

So kriege ich alles in den Griff - David Allen


So kriege ich alles in den Griff - David Allen

Ein klarer Kopf, ein organisierter Schreibtisch und eindeutige Ziele - das sind nach David Allen die besten Vorraussetzungen für einen erfolgreichen Arbeitstag. In seinem neuen Erfolgsbuch erklärt er mit Witz und Charme, wie man Dinge bewegen kann, ohne sich dabei unter Druck zu setzen oder sich stressen zu lassen. Das perfekte Buch für mehr Energie, Kreativität und Klarheit im Alltag.

FAZIT: Anfangs dachte ich noch, dass dieses Buch einem mal wieder das Blaue vom Himmel verspricht. Doch hier gibt es wirklich einmal konstruktive Tipps, mit denen man seinen Alltag ein bisschen umstrukturieren kann und Selbstmanagment erlernen kann. Sich eine Liste mit den jeweiligen Projekten zu schreiben, und den nächsten Handlungsschritt gleich dazu, einmal wöchentlich die Liste durchschauen und aktualisieren. Das ist eigentlich die Kernaussage des Buches. Ansonsten wird viel darum herumgeredet und auf sein erstes Buch verwiesen. Trotzdem sind sehr nützliche Tipps dabei, die gewürzt mit seltenen Zitaten dem Leser einen Anreiz bieten, seine Methode einmal auszuprobieren. Für Menschen, die sich ihrer überdrüssigen Gedanken entledigen wollen und dabei noch nach einer geeigneten Methode suchen.

3 Sterne

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